Dachzelt Leiter Es gibt zwei Arten von Leitern für das Müller Dachzelt. Mit nur 3 Streben und fest an der Anhängerkupplung montiert  war die erste Version der Leiterkonstruktion. Eine spätere Version ermöglichte es durch öffnen einer Flügelmutter die Leiter hochzuklappen um ggf. den Kofferraum eines Fahrzeugs zu beladen. Spannstrebe Dachzelte die für verschiedene Fahrzeuge gebaut wurden, hatten zusätzlich auf beiden Seiten eine Spannstrebe. Diese bringt zusätzliche Stabilität in die Dachkonstruktion. Dachrinnen Stütze Die meisten Dachzelte, die nur 4 Gummifüße besitzen haben eine zusätzliche Dachrinnenabstützung Beim Trabant kann diese durch punktuelle Belastung auf das Dach zu undichtigkeiten führen. Hier wird empfohlen diese nur Ausrichtung auf dem Dach zu nutzen. bewegliche Gummifüße Dachzelte mit festen Füßen waren meist primär für den Trabant. Durch die spätere, beweglichere Version konnte man das Dachzelt den unterschiedlichen Fahrzeugdächern anpassen. Replika Autodachzelt Seit geraumer Zeit findet man wieder “neue” Autodachzelte im Internet oder auf Fahrzeugtreffen. Hierbei handelt es sich nicht um “original” DDR Müller Zelte sondern um Nachbauten bzw. Replika aus aktueller Kleinserienproduktion. Viele, meist zeitintensive Arbeiten werden hierbei oft nicht verbaut. Hier ein paar kleine Unterschiede: feste Gummifüße Feste Streben ohne Höhenverstellung. Ein individuelles Anpassen am Trabant ist dadurch nicht möglich. Hierbei kann es zu Beschädigungen am Fahrzeug führen, da das Rundmetal nur punktuell auf den Gummifuß einwirkt. Einige Zelte haben 6 starre Füße, diese sollen beim Trabant Universal die Last auf dem Dach besser verteilen. Dies war schon zu DDR-Zeiten unnütz, da sich die Last in diesem Bereich auf die Leiter und somit auf die Anhängerkupplung verteilt. Original war hier immer ein höhenverstellbares System vorgesehen. Dies wurde über Gewindestanden am Rahmen realisiert. Befestigung Leiter Die Konstruktion ist dem original ähnlich. Bei der Replika-Version, wird eine U-Schelle auf der Rohr der Anhängerkupplung gelegt und von unten mit einem Flacheisen verschraubt. Ähnlich wie beim original Zelt, ist hier eine Flügelmutter für das aufkleppen der Leiter vorgesehen. Höhenanpassung - Leiter Die Leiter besitzt hier eine individuelle Höhenanpassung via Löcher. Das Dachzelt ist aufgrund der festen Gummifüße starr, kann lediglich dort etwas eingestellt werden. Bilder: Steffen K. Gestellverschiebung - Fahrt Alle originalen Dachzelte hatten die Eigenschaft, dass das Dachzelt für die Fahrt, aerodynamisch an der Frontseite eingeschoben werden konnte. Dies wird bei den Replikadachzelten nicht realisiert.  
Das Autodachzelt von Gerhard Müller Mit einer Grundfläche von 1,45m x 2,00m bietet das Dachzelt ausreichend Platz für 2 erwachsene Personen. Aufgestellt ist das Zelt ca. 1,90m hoch, es besitzt einen Rückfahrscheinwerfer der als Lampe dient und zwei Fenster in der Frontseite des Giebels. Am 01. Juni 1979 begann man in Limbach-Oberfrohna offiziell mit der Kleinserienproduktion. Die Produktionszahlen stiegen von Jahr zu Jahr an, doch es wurden nach Angaben von Gerhard Müller bis zum Sommer 1990, insgesamt knapp 1.800 Dachzelte produziert, davon ein Teil offiziell und ein weiterer Teil inoffiziell unter der Hand. Das Dachzelt wurde anfangs auf einem Trabant entwickelt, später kamen Kundenanfragen von Fahrern anderer DDR Fahrzeugen hinzu. Somit wurde das Autodachzelt immer etwas "weiterentwickelt" und es gab insgesamt einige technische Änderungen. Anfangs gab es Dachzelte mit 6 festen "Füßen", einer fest auf der Anhängerkupplung montierten Leiter, sowie Schweller-Abstützung. Dachzelte dieser Bauart passten aber nicht ohne Veränderungen auf andere Fahrzeuge wie Wartburg, Skoda und Co. Somit wurden die Dachzelte im Laufe der Zeit auf 4 "Füße" geändert die in der Breite verstellbar waren. Auch die fest montierte Leiter wurde flexibler gestaltet. Somit war es möglich, dass man z.B. bei einem Trabant Universal die Leiter nach "oben" klappen konnte, was das öffnen der Heckklappe ermöglichte. Auch die Einstiegsholme wurden in der Länge einstellbar geändert, dadurch war das verlängern der Leiter kein Problem. Seitliche Spannstreben in Höhe der Fahrertür sorgten auch auf anderen Fahrzeugtypen für Halt. Ein seitlicher "T" Träger, der auf der Regenrinne aufliegt soll die Last, die auf das Fahrzeugdach wirkt, ableiten. Heutzutage wird aber eher davon abgeraten, den T-Träger beim Trabant auf die Regenrinne zu stellen, da es zu Spätfolgen z.B. Durchlässigkeit vom Wasser in diesem Bereich kommen kann. Einige technische Details Maße des Grundrahmens: 204 cm lang 145 cm breit   25 cm hoch 192 cm Höhe aufgestellt Gewicht: 64kg (+- 5kg) Belastung: Laut Aussage von Gerhard Müller bis zu 250kg KTA-BAG Nummer: 2463 Preise für ein Autodachzelt: 1979: EVP 1.340 DDR Mark 1986: EVP 1.610 DDR Mark Wartezeit: Ca. 3 Jahre